Feuerschutz Reichsparteitag 1933

Verwaltungsbericht der Feuerschutzpolizei Nürnberg (1934)

 

Der Parteitag stellte an die Berufsfeuerwehr und an verschiedene Abteilungen der freiwilligen Feuerwehr erhebliche Anforderungen.

 

Um den Wachdienst in den verschiedenen Lagern durchführen zu können, wurde für die Zeit 31.8 mit 5.9.1933 bei der Berufsfeuerwehr der 48 stündige Wachdienst mit anschließender 24 stündiger Freizeit eingeführt und Urlaubssperre verfügt.

 

Zur Besetzung der Löschzüge mussten jeder der 3 Wachen 5 Mann der freiwilligen Feuerwehr zugeteilt werden.

 

Es wurden an Wachen gestellt:

 

Im Lager Langwasser

 

1 Brandmeister, 2 Oberfeuerwehrmänner und 16 Feuerwehrmänner in der Schweinemastanstalt

1 Oberfeuerwehrmann und 11 Feuerwehrmänner im oberen Teil des Lagers

3 Feuerwehrmänner mit Motorspritze, 4 Schlauchaspel mit

700m Schlauch in der Nähe der Schweinemastanstalt.

 

Im Lager Russenwiese

 

Eine Wache in der Mitte des Lagers in Stärke von 2 Oberfeuerwehrmännern

und 8 Feuerwehrmänner mit 2 Schlauchhaspeln und 300 m Schlauch.

 

Im Lager Hainberg

 

Im nördlichen Teil des Lagers 1 Oberfeuerwehrmann und

10 Feuerwehrmänner mit Haspeln und 250 m Schlauch

Im südlichen Lager 1 Oberfeuerwehrmann und 10 Feuerwehrmänner mit

2 Haspeln und 400 m Schlauch

 

Im Lager Hügelstraße

 

1 Oberfeuerwehrmann und 6 Feuerwehrmänner mit 2 Haspeln und 350 m

Schlauch. Ferner war eine ständig unter Druck stehende Schlauchleitung

von 300 m Länger als Maßnahme für die Feuersicherheit und eine solche mit

450 m zur Speisung der Kochkessel ausgelegt.

 

Im Lager Marienberg

 

1 Oberfeuerwehrmann und 4 Feuerwehrmänner mit Schlauchhaspel und

250 m Schlauch. Zur Speisung der Kochkessel war eine 100 m

lange Schlauchleitung ausgelegt.

 

In die Massenquartiere im Schlachthof

 

1 Oberfeuerwehrmann und 4 Feuerwehrmänner mit Löschgeräten

 

Im früheren Michbetrieb des Landwirtschaftsamtes an der Fürther Straße

 

1 Oberfeuerwehrmann und 4 Feuerwehrmänner mit 1 Schlauchhaspel

und 150 m Schlauch und sonstigen Löschgeräte.

 

In die Luitpoldhain-Festhalle

 

Am 1. und 3. September eine Wache von 2 Feuerwehrmänner

 

In die Festhalle

 

Während des Kongresses eine Wache von 2 Feuerwehrmänner

 

Im Luitpoldhain

 

Im Reichspostamt auf die Dauer von 31.8 bis 4.9.1933 1 Feuerwehrmann

 

Zur Zeppelinwiese

 

Bei der großen Tribüne am 2.9.1922 2 Feuerwehrmänner

 

Zum Feuerwerk auf der Zeppelinwiese, im Stadion und Dutzendteich

 

1 Offizier, 1 Brandmeister, 3 Oberfeuerwehrmänner und

18 Feuerwehrmänner, Ferner 90 Mann der Freiwilligen Feuerwehren,

welche über das ganze Gelände verteilt waren

1 Motorspritze war am Dutzendteich aufgestellt, ferner 7 Schlauchleitungen

mit einer Gesamtlänge von 850 – 900 m.

 

Während des Feuerwerks entstanden an 2 Stellen Brände.

Das Kistenlager der das Feuerwerk ausführenden Firma in unmittelbarer

Nähe des Tennisauskleideraumes musste mit einer Schlauchleitung,

außerdem eine Anlagebank mit Eimerspritzen abgelöscht werden.

 

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