Feuerschutz Reichsparteitag 1938

Verwaltungsbericht der Feuerschutzpolizei Nürnberg von 1939

 

Der Reichsparteitag, der von 5. bis 12. September 1938 stattfand, stellte an die Feuerwehr wieder ganz außerordentliche Anforderungen. Wie im Vorjahr kamen 4 Unterkunftsarten für die Unterbringung der Gäste in Frage, nämlich Unterbringung in Gasthöfen, in Privatunterkünften, in Massenunterkünften und in Zeltlagern.

In Zeltlagern waren insgesamt 353.900 Teilnehmer untergebracht.  

Im SA-Lager zuerst 50.000 Mann Reichsarbeitsdienst und nach deren Abmarsch 95.000 Mann SA

Das größte Lager war das SA-Lager (Sturmabteilung), welches zunächst vom RAD (Reichsarbeitsdienst) und später von SA-Männer belegt wurde. Dieses Lager wurde bis 1938 vollständig ausgebaut. Das Lager hatte eine Gesamtlänge von 1500 m und eine Tiefe von rund 900 m. Die Zelte fassten je 250 Mann und waren in 24 Reihen zu je 17 Stück aneinandergesetzt, so dass in jeder Reihe rund 4250 Mann untergebracht waren. Der Abstand von Zelt zu Zelt, innerhalb einer Reihe betrug 8 m. Eine ganz erhebliche Verbesserung wurde in diesem Lager durch nachstehende Maßnahmen geschaffen. Das Lager wurde durch Anlage breiter Verkehrsstraßen in mehrere Abschnitte geteilt, sodass das Überspringen eines Feuers von einem in den anderen Abschnitt fast als unmöglich bezeichnet werden kann.

SA-Lager

Durch die Herstellung einer bis zu 900 mm starken Wasserleitung mit eigenem Hochwasserbehälter (Hoher Bühl) und Druckausgleichsturm (Oelserstraße) wurde die Löschwasserversorgung ausreichend gestaltet. Zur Entnahme des Löschwassers wurden 78 Oberflurhydranten aufgestellt. Zur Unterbringung der Löschmannschaften wurde eine feste aus Holz gebaute Feuerwache (Feuerwache Von-Pfrodten-Straße, später Feuerwache am Brandgraben) errichtet. In der Feuerwache befand sich eine Feuermeldeempfangsanlage mit Fernschreibeinrichtung, an welche 26 Standmelder, die in zweckmäßiger Weise auf das ganze Lager verteilt sind, angeschlossen sind. Die sämtlichen Feuermeldeleitungen sind unterirdisch in Kabel verlegt.

Feuerwache SA-Lager

Die Feuerwache in diesem Lager war ständig mit einem Oberbrandmeister, 6 Brandmeister und 23 Feuerwehrmänner der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr besetzt und mit 2 Löschzügen, bestehend aus je 1 Kraftspritze mit 2500 l/min und je 1 Löschkraftwagen mit angehängter Schlauchhaspel ausgerüstet. Das Lager wurde von einem Dauerposten auf dem Kommandoturm (Rednertribüne) Tag und Nacht beobachtet, ferner ging ständig eine Runde von 4 Feuerwehrmännern durch das Lager. In der Lagerfeuerwache war außerdem ein Fahrrad untergebracht, um eine schnelle Übermittlung mündlicher Befehle zu ermöglichen. 

SA Lager Innenhof

Im Lager an der Regensburger Straße                                       27.000 Mann SS

Das Lager der SS (Schutzstaffel), das im Laufe des Jahres 1938 an der Regensburger Straße unmittelbar bei Altenfurth errichtet wurde, kann ebenfalls als ausgebaut gelten. Das Lager wird durch befestigte Anfahrtsstraßen in 4 Zeltblocks aufgeteilt, in denen je 4 Zeltreihen mit Abständen von 5-30 Meter aufgeschlagen waren. Der Zwischenraum von Zeltreiche zu Zeltreiche betrug 20-30 Meter, der Zwischenraum der Zeltbocks voneinander 50 Meter. An die Feuermeldeanlage im SA-Lager wurden 17 Standmelder, die über das gesamte Lager verteilt sind, angeschlossen. Sämtliche Feuermeldeleitungen sind als Kabel verlegt. Zur Versorgung mit Löschwasser sind 31 Oberflurhydranten vorhanden, die an die Hauptwasserleitung angeschlossen sind. Das Lager war dem Ausrückbezirk der Feuerwache im SA-Lager angegliedert.

Im Lager an der Schäferwiese                                                  15.000 Mann NSKK.

Das NSKK-Lager (Nationalsozialistische Kraftfahrkorps) befand sich wie im Vorjahr auf der Schäferwiese bei Mögeldorf. Die Feuerwache war mit einem Löschkraftwagen mit angehängter Schlauchhaspel und den dazu gehörigen Löschgeräten ausgerüstet. Als Wasserentnahmestellen standen 7 behelfsmäßige Oberflurhydranten zur Verfügung. Die Feuermeldeeinrichtung bestand aus 6 Druckknopfmeldern, die auf einer Schautafel im Wachraum einliefen. Die Wachbesatzung bestand aus 1 Brandmeister und 7 Mann Berufs- und freiwilliger Feuerwehr. Zur Verständigung mit der Hauptfeuerwache stand ein Staatsfernsprecher zur Verfügung.

Im Lager der Hitlerjugend                                                         46.500 Mann

Das Lager der HJ (Hitlerjugend) befindet sich auf dem Platz westlich des SA-Lagers und ist ebenfalls vollständig ausgebaut. An die Feuermeldeempfangsanlage im SA-Lager sind 12 Standfeuermelder, die über das ganze Lager verteilt sind, angeschlossen. Sämtliche Feuermeldeleitungen sind als Kabel verlegt. Zur Versorgung mit Löschwasser stehen 56 Oberflurhydranten zur Verfügung, welche an die Hauptwasserleitung angeschlossen sind. Das Lager war dem Ausrückbezirk der Feuerwache im SA-Lager angegliedert.

Im Lager Harnischschlag                                                         14.300 Politische Leiter

In den drei Lagern an der Allersberger Straße                            25.500 Politische Leiter

Im Lager Moorenbrunn an der Regensburger Straße                  18.000 Politische Leiter

Im Lager Moorenbrunn südliche des SA-Lagers                         16.000 Politische Leiter

Im Lager Russenwiese                                                            24.000 Mann Werkschar und KdF Teilnehmer

 

Das Lager der Politischen Leiter im Harnischschlag, an der Allersberger Straße, in Moorenbrunn und an der Regensburger Straße, sowie das Lager für die Werkschar und Kraft durch Freude-Teilnehmer an der Russenwiese waren in der gleichen Weise wie das NSKK-Lager mit Feuerlöschgeräten ausgerüstet. In sämtlichen Lagern bestanden die Feuermeldeeinrichtungen aus Druckknopfmeldern, die an eine Schautafel im Wachraum angeschlossen waren. Zur Wasserversorgung mit Löschwasser stand je nach Größe des Lagers eine entsprechende Anzahl von behelfsmäßigen Oberflurhydranten zur Verfügung.

Im Lager an der Siedlerstraße                                                   1.800 Arbeitsmaiden

An der Siedlerstraße war ein Lager für 1800 Arbeitsmaiden (Bund deutscher Mädchen) errichtet. Die Wachstärke betrug 1 Brandmeister und 5 Mann der Berufs- und freiwilligen Feuerwehr. Die Ausrüstung mit Löschgeräten bestand aus 1 Löschkraftwagen mit angehängter Schlauchhaspel und den notwendigen Geräten. Als Wasserentnahmestellen für die Versorgung mit Löschwasser waren 4 behelfsmäßige Oberflurhydranten vorhanden. Wegen der übersichtlichen Anordnung der Zelte und der kurzen Entfernung zum Wachraum war von der Errichtung einer Feuermeldeanlage Abstand genommen worden. Mit dem NSKK-Lager bestand eine unmittelbare Fernsprechverbindung, um eine rasche nachbarliche Löschhilfe zu gewährleisten.

Im Lager an der Ordensburgen an der Sudetendeutschen Straße 3.000 Mann

Das Lager der Ordensburg war an der Sudetendeutschen Straße errichtet und mit etwa 3000 Mann belegt. Die Wachstärke betrug 1 Oberfeuerwehrmann und 5 Mann der Berufs- und freiwilligen Feuerwehr. Die Ausrüstung mit Löschgeräten bestand aus 2 fahrbaren Schlauchhaspeln mit Handzug und den notwendigen Geräten. Als Wasserentnahmestellen für die Versorgung mit Löschwasser standen 2 normale Oberflurhydranten in nächster Nähe des Lagers und 3 behelfsmäßige im Lager selbst zur Verfügung. Von der Errichtung einer Feuermeldeanlage konnte Abstand genommen werden, da sämtliche Zelte mit eisernen Bettstellen ausgerüstet waren und das Lager verhältnismäßig klein und sehr übersichtlich gebaut war. Fernsprechverbindungen Bestand zwischen der Lagerverwaltung und der Hauptfeuerwache.

Im Lager an der Marktäckerstraße                                             800 Mann

Die Jungvolkführerschule an der Marktäckerstraße war mit 800 Mann aus der Ostmark belegt. Die Wachstärke betrug 1 Oberfeuerwehrmann und 4 freiwilligen Feuerwehrmänner. Die Ausrüstung bestand aus 2 fahrbaren Schlauchhaspeln mit Handzug und den notwendigen Geräten. Als Wasserentnahmestelle für die Versorgung mit Löschwasser dienten 2 normale Oberflurhydranten in nächster Nähe des Lagers. Für Feuermeldungen standen ein Feuermelder, der an die Westwache angeschlossen war, und ein Staatsfernsprecher zur Verfügung.

Im Lager der Wehrmacht etwa                                                  18.000 Mann mit 900 Pferden und Fahrzeugen

Die Angehörigen der Wehrmacht waren wie im Vorjahre in einem größeren Zeltlager zwischen Geißmannhof und der Rothenburger Straße, westlich vom neuen Standortlazarett, untergebracht. Entsprechend dem großen Werten in diesem Lager musste auch der Feuersicherheit besonderes Augenmerk zugewendet werden. Auf der an das städtische Wasserleitungsnetz von 2 Seiten angeschlossenen Löschwasserleitungen waren 30 behelfsmäßige Oberflurhydranten aufgesetzt. Die Wache bestand aus 1 Oberbrandmeister, 2 Brandmeister und 10 Berufs- und freiwilligen Feuerwehrmänner. An Löschgeräten waren vorhanden: 1 Kraftspritze mit 2500 l/min-Pumpe mit Schaumlöscheinrichtung und 1 Löschkraftwagen mit angehängter Schlauchhaspel. Zur Übermittlung von Brandmeldungen stand eine Feuermeldeanlage mit 14 Druckkopfmeldern, die an eine Schauzeichentafel im Wachzelt angeschlossen waren, sowie ein Normalfeuermelder mit unmittelbarem Anschluss an die Westwache zur Verfügung. Im Wachraum war außer dem Staatsfernsprecher, eine besondere Verbindung zur Lagerkommandantur vorhanden.

 

In allen Lagern, in denen Kommandotürme aufgestellt waren, waren diese dauernd mit je einem Beobachtungsposten der Feuerlöschpolizei besetzt. Die Verbindung zu den Wachräumen war durch unmittelbare Fernsprechleitungen hergestellt. Im SA-Lager waren dauernd 4 Mann für Rundgänge eingeteilt. Zum Hilfszug Bayern war ein Sonderposten abgestellt. Als Löschgeräte für den ersten Angriff standen hier Handfeuerlöscher in ausreichender Anzahl zur Verfügung.

 

Der Dienst in den Lagerfeuerwachen war durch Dienstanweisungen festgelegt.

Für die im Waldgebiet von Zerzabelshof errichtete Kraft-durch-Freude-Stadt wurde eine Feuerwache in Stärke von 1 Oberbrandmeister und 10 Mann der Berufs- und freiwilligen Feuerwehr abgestellt. Die KdF-Stadt besteht aus 5 Festhallen, die durch erdgeschossige Wirtschaftsgebäude miteinander verbunden waren. Diese Gebäude und noch zahlreiche Nebengebäude sind sämtlich aus Holz hergestellt. Zur Unterbringung der Mannschaften der Feuerwache ist ein Wachraum in der Art eines Blockhauses errichtet. Von diesem Blockhaus, das etwa in der Mitte des Festplatzes und etwas erhöht liegt, können sämtliche Gebäude übersehen werden. Zur Feuermeldung waren an die Ostwache 6 Feuermelder angeschlossen, die auf die einzelnen Bauten verteilt waren. Außerdem stand dauernd ein Posten vor dem Wachraum zur Beobachtung der Vorgänge auf dem Festplatz. Fernsprechverbindung bestand vom Wachraum zur Ostwache sowie zum Verwaltungsraum der KdF-Stadt. Während des Hauptbetriebs wurden die Bauten von Posten der Feuerwehr dauernd begangen. An Löschgeräten standen 2 fahrbare Schlauchhaspeln und 1 Leiterwagen für Handzug mit den notwendigen Geräten sowie eine Anzahl von Handfeuerlöschern in den Bauten selbst zur Verfügung.

Für die Vorführungen der Wehrmacht wurde vom Zweckverband Reichsparteitag Nürnberg ein geländegängiger Löschzug, bestehend aus 1 Kommandowagen, 1 Tankkraftfahrspritze und 1 Kohlensäurekraftfahrspritze, beschafft. Der Kommandowagen als Führerwagen ist mit kleinen Löschgeräten ausgerüstet und bietet Platz für 4 Personen. Die Tankkraftspritze ist eine Schaumkraftspritze mit eingebauter 2500 l/min-Vorbaupumpe, welche bereits während der Fahrt eingeschaltet werden kann. Es werden 2500 Liter Wasser und 250 Liter Schaumbildner in Behältern mitgeführt. Durch das Einschalten der Pumpe während der Fahrt und das Mitführen von Wasser und Schaumbildner ist es möglich, dass sofort nach dem Abziehen der Schläuche aus 4 Rohren Schaum oder Wasser gegeben werden kann. Die Besetzung der Tankkraftfahrspritze beträgt 6 Mann. Die Kohlensäurekraftfahrspritze führt als Löschmittel in 24 Kohlensäureflaschen je 25 kg flüssige Kohlensäure mit. Es kann gleichzeitig aus 4 Schneerohren Kohlensäureschnee gegeben werden. Die Besetzung beträgt 6 Mann. Diese Fahrzeuge sowie 1 Schlauchwagen standen bei den Wehrmachtsvorführungen mit 20 Mann in Bereitschaft in unmittelbarer Nähe der Haupttribüne am Westzugang des Zeppelinfeldes.

Während der Kongresse in der Festhalle wurde eine Wache in der Stärke von 1 Oberbrandmeister, 3 Brandmeistern, 20 Oberfeuerwehrmänner abgestellt. Das Kommando über diese Wache hatte stets 1 Offizier. Nach Fertigstellung der Ausschmückung der Festhalle, d.h. etwa 8 Tage vor dem Reichsparteitag, in der kongressfreien Zeit und etwa noch 3 Wochen nach Beendigung des Reichsparteitags war eine ständige Wache von 4 Mann im Wachraum der Festhalle anwesend. Die Löscheinrichtungen und Feuermelder für die Festhalle waren die gleichen wie im Vorjahr.

Ganz besondere Anforderungen stellte auch in diesem Jahr das Großfeuerwerk, das auf der Großen Straße – soweit diese über den Dutzendteich führt – und entlang der Südfront des Kongresshallenbaues abgebrannt wurde. Besonders ungünstig war dabei, dass sich in unmittelbarer Nähe der Modellbau für die neue Kongresshalle, Arbeitsgerüste und Strohdachbauten des Tiergartens befanden. Zur Sicherung waren im Modellbau 5 Schlauchleitungen ausgelegt und die Löschpfosten des Modellbaues mit Schläuchen ausgerüstet. Die Steigleitungen des Modellbaues waren von einer Kraftfahrspritze aus unter Druck gesetzt. Zur Bewachung der Strohdachbauten im Tiergarten waren 3 Trupps mit 12 Mann eingesetzt. 1 Löschzug und 1 Schlauchkraftwagen standen mit der zugehörigen Mannschaft für besondere Aufgaben in Bereitschaft. Eingesetzt waren: 1 Offizier, 1 Oberbrandmeister, 10 Brandmeister, 20 Oberfeuerwehrmänner und Feuerwehrmänner der Berufsfeuerwehr und 55 Mann der Freiwilligen Feuerwehr mit 2 Kraftfahrspritzen, ein Schlauchkraftwagen mit Beleuchtungswagen, 1 Löschkraftwagen, 2 Arbeitswagen und 18 Eimerspritzen.

Zum ersten Male wurde in diesem Jahr eine Beleuchtung der Stadtmauer während des Fackelzuges der Politischen Leiter vor dem Führer durchgeführt. Die Beleuchtung erfolgte mit bengalischem Feuer vom Königstor bis zum Spittlertor. Das bengalische Feuer wurde vor und hinter der Stadtmauer, auf den Wehrgängen, in den Türmen und im Dachboden des Germanischen Museums abgebrannt. Die Feuer auf den Wehrgängen, in den Türmen und auf dem Dachboden des Germanischen Museums bildeten eine ganz erhebliche Gefahrenquelle, da meist nur ein behelfsmäßiger Schutz auf den Holzfußböden vorhanden war und die Räumlichkeiten, besonders die Wehrgänge, schwer zugänglich waren. In verschiedenen Fällen waren Bretter bereits leicht in Brand geraten und mussten mit Eimerspritzen abgelöscht werden. Eingesetzt waren: 1 Oberbrandmeister, 3 Berufsfeuerwehrmänner und 20 freiwillige Feuerwehrmänner, 3 Löschkraftwagen und 9 Eimerspritzen.

Während der Tagungen im Industrie- und Kulturverein wurde eine Wache in Stärke von 4 Mann der Berufsfeuerwehr dorthin abgestellt.

Der Gesamtbedarf für Lagerwachen usw. betrug täglich etwa 200 Mann. Dazu kamen stundenweise für besondere Veranstaltungen: Für die Festhalle 44 Mann, Feuerwerk 87 Mann, Wehrmachtvorführung 20 Mann, Beleuchtung der Stadtmauer 24 Mann, Fackelzüge bis zu 12 Mann, Sonderwachen im Theater, auf dem Volksfestplatz usw. 20 Mann. Die stärkste Anforderung an Mannschaften betrug an einem Tag 398 Mann.

An Fahrzeugen und Geräten waren während des Reichsparteitages außer den im normalen Feuerwehrdienst vorhandenen gemeindeeigenen Fahrzeugen eingesetzt: 7 luftwaffeneigene Kraftfahrspritzen, 4 Kraftdrehleitern und 15 Löschkraftwagen mit zusammen rund 10.000 m Schlauch.

Während des Reichsparteitages kamen im Stadtgebiet selbst keine größeren Brände vor.

Dagegen entstanden in den Zeltlagern und zwar meist durch Unvorsichtigkeit, 12 Feuer, 1 Unfall und 8 blinde Alarme. Im Lager an der Allersberger Straße (Westfalen Nord) brannte am Tag vor der Belegung ein Zelt für 250 Mann ab. Das Übergreifen des Feuers auf die Nachbarzelte konnte dank dem raschen Eingreifen der Feuerwache verhindert werden. Am Lagerbahnhof beim Hilfszug brannte eine Bauhütte nieder. Zwei darin schlafende Personen erlitten erhebliche Brandwunden und mussten dem städtische Krankenhaus zugeführt werden. Die anderen kleinen Brände konnten ebenfalls durch sofortiges Eingreifen auf ihren Herd beschränkt werden.

Um den gewaltigen Mannschaftsbedarf zu decken wurde die Berufsfeuerwehr für die Zeit von 22. August mit 23. September 1938 der 48 stündige Wachdienst eingeführt. Außerdem musste die Freiwillige Feuerwehr für den ständigen Wachdienst 4. mit 16. September mit 150 Mann und für besondere Veranstaltungen stundenweise mit 239 Mann zum Sicherheitsdienst herangezogen werden. Als Entschädigung für den Lohnausfall erhielten die freiwilligen Feuerwehrmänner auf die Dauer der Wachdienstleistungen für jeden Tag einschließlich der dienstfreien Tage 4,50 Reichsmark von der Organisationsleitung vergütet. Soweit nicht Verpflegung gemeinsam ausgegeben wurde, kam hierzu noch ein Verpflegungsentgelt von 1,50 Reichsmark pro Wachtag. An Wachgeldern wurden insgesamt 20.739 Reichsmark verausgabt.

Aktuelles
07.11.2017
Nürnberg
18:00 Uhr
ACHTUNG!! Termin und Ort geändert! Vereinsstammtisch im Gartenlokal "Baggerloch", Gleißhammerstraße 19. Jeder Interessierte ist herzlich willkommen.

10.05.2018
Cadolzburg
10:00 Uhr
Jubiläum 150 Jahre FF Cadolzburg. Fahrzeugausstelllung mit alten Feuerwehrfahrzeugen.

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