Dammbruch Main-Donau-Kanal " 26 März 1979 "

Am Nachmittag des 26.03.1979 stellten Spaziergänger unterhalb des Main-Donau-Kanal, unmittelbar neben einem Trafo-Haus einen Wasseraustritt aus dem Erdreich fest. Die alarmierte EWAG (heute N-Ergie) kam zur Wasseraustrittsstelle. Nach Überprüfung der Pläne wurde festgestellt, dass es sich bei dem Gebäude um eine Pumpstation der Wasserleitung Allersberg – Fürth handelte, für die die Stadtwerke Fürth verantwortlich waren. Die EWAG verständigte darauf hin die zuständige Stelle.

 Dammbruch Katzwang

Um 15.56 Uhr ging der erste Notruf in der Feuerwehreinsatzzentrale der Berufsfeuerwehr Nürnberg ein. Die Meldung hieß „Greuther Straße, Rhein-Main-Donau-Kanal, Dammbruch“.

 Dammbruch Katzwang

Auf eine Länge von 15 m war der Deich des Main-Donau Kanals eingebrochen. In einer ein bis zwei Meter hohen Flutwelle ergossen sich insgesamt 800000 m3 Wasser über die Hugo-Wolf-Straße, Greuther Straße und Johannes-Brahms-Straße in Richtung Rednitz.

Da der Kanal in diesem Teilabschnitt noch nicht vollständig gefüllt war (ca. 50 %) und in diesem Teilabschnitt noch Zwischendämme eingebaut waren, lief der Kanal nur in einen Streckenabschnitt von 2 km vollständig leer.

 Dammbruch Katzwang

Bei den ersten Maßnahmen wurde zur Rettung von eingeschlossenen Personen ein Hubschrauber eingesetzt.

 Dammbruch Katzwang

Beim Einsturz eines Hauses, auf dessen Balkon sich eine Familie geflüchtet hatte, wurde ein Mädchen mit in die Fluten gerissen und ertrank. Der Vater versuchte noch verzweifelt sein Kind zu retten. Das Mädchen sollte das einzige Todesopfer dieses dramatischen Tags bleiben.

 Dammbruch Katzwang

Dennoch setzten sich die Männer der Wehren der ungeheuren Wucht des Wassers entgegen, die sie von den Beinen zu holen drohte. Per Huckepack schleppten sie Kinder aus der Gefahrenzone oder versuchten Erwachsenen zu retten. NN 27.März 1979

 Dammbruch Katzwang

Insgesamt waren 14 Häuser so stark zerstört, dass sie unbewohnbar wurden, 250 weitere Gebäude wurden schwer beschädigt.

 Dammbruch Katzwang

Dammbruch Katzwang

Um 16.30 Uhr wurde der Katastrophenfall ausgerufen

 

Eingesetzt wurden:

Bundeswehr mit Sandsäcken

Rotes Kreuz mit einem provisorischen Verbandsplatz

Wasserwacht

100 Mann Schutzpolizei

20 Mann Kriminalpolizei

120 Mann Technische Hilfswerk

5 Hundertschaften der Bereitschaftspolizei,

120 Mann Technisches Hilfswerk aus Nürnberg, Fürth und Lauf.

182 Mann Berufs- und Freiwillige Feuerwehr

 Dammbruch Katzwang

Ermittlungen ergaben, dass ein Defekt an der Wasserleitung, den Damm unterspülte und somit dessen Bruch auslöste.

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