Gasspeicherbrand " 19.09.1970 "

Gassondenbrand an der unterirdischen Gasspeicheranlage in Eschenfelden/Opf

Am 19.09.1970 wurde die Berufsfeuerwehr Nürnberg zu einen nicht alltäglicher Brand gerufen. Auf Anforderung des Landrats von Sulzbach / Rosenberg entsandte die Berufsfeuerwehr Nürnberg Löschkräfte, Sonderlöschfahrzeuge und Sonderlöschmittel nach Eschenfelden.

Bei Wartungsarbeiten an einem unterirdischen Gasspeicher (600 m tief) war eine Gassonde in Brand geraten. Zu diesem Zeitpunkt war der mit einem Fassungsvermögen von 300 Millionen Kubikmeter ausgelegte Speicher mit rund 170 Millionen Kubikmeter Kokerei-Gas gefüllt.

Eschenfelden Gassondenbrand

Das Gas strömte mit einem Druck von ca. 60 bar aus dem Sondendefekt und fackelte mit einer ca. 30 m hohen und 1500 oC heißen Flamme ab. (Ausströmende Gasmenge ca. 2,5 m3/sec). Noch im 20 km entfernten Sulzbach-Rosenberg war die Rauchwolke deutlich wahrzunehmen.

Eschenfelden Gassondenbrand

Nach den ersten Löschversuchen mit Kräften der Freiwilligen Feuerwehren des gesamten Landkreis Sulzbach-Rosenberg, der Freiwilligen Feuerwehr Amberg und herbeigezogenen Kräfte der Berufsfeuerwehren Regensburg, Ingolstadt, München, Celle und Frankfurt, die jedoch ohne Wirkung verpufften, beschränkten man sich auf das Kühlen der Sonden-Armaturen.

Die erforderlichen Wassermengen (bis zu 10.000 l/min) mussten z.T. aus Entfernungen bis zu 10 km herbeigeholt werden.

Die Berufsfeuerwehr Nürnberg war maßgeblich an der Herstellung der Verbindungsleitungen zur Sonde beteiligt.

Nachdem alle Löschversuche gescheitert waren, entschloss sich die Ruhrgas AG den bekannten Brandspezialisten Paul „Red“ Adair mit der Brandbekämpfung zu beauftragen. Die Mannschaft von Adair traf am 23. September an der Einsatzstelle ein und übernahm die Einsatzleitung.

Gassondenbrand Eschenfelden

Dem Team um Red Adair gelang es, das Feuer nach 142 Stunden durch einen Totpumpversuch zu löschen. Dazu wurde ein Gemisch aus Wasser, Schwerspat, Magogell und Spergene (beides Quellstoffe) durch eine zweihundert Meter lange Leitung mit einem Druck von 70 bar in die Sonde gepresst.

Gassondenbrand Eschenfelden

Die Berufsfeuerwehr Nürnberg war mit insgesamt 108 Mann am Einsatz beteiligt.

An Löschmittel und Geräten wurden bereitgestellt

11.000 kg Schwerschaummittel

1.800 kg Mehrbereichsschaummittel

Verlegt wurden                   

1.800 m B-Schlauchleitung

    500 m Perrotrohre 

Löschmittelverbrauch

  850 kg Löschpulver

2870 kg Schwerschaummittel

  580 kg Schaummittel

 

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