Krötenmühle  " 24.Oktober 1842 " 

Auszüge aus der Jubiläumsschrift zur 50 jährigen Gedenkfeier der Freiwilligen Turn- und Feuerwehr Abteilung I (13. – 15 Juni 1903)

 

von Franz Wolfermann

Krötenmühle

 

Nachdem also während einer ungewöhnlich langen Zeit nichts besonders sich ereignete, so war eine gewisse Ruhe und Sicherheit eingetreten. Diese Ruhe sollte auf einmal unterbrochen werden durch ein großes Feuer am 24. Oktober 1842, welches unter den Hutern in der Eckart´schen genannt Kröten-Mühle ausgebrochen war. Das Feuer kam nachmittags aus und bei Ankunft er ersten Feuerspritzen um ¾ 5 Uhr brannte bereits das Gebäude lichterloh. An eine Rettung des alt gebauten Anwesens war nicht zu denken und brannte dasselbe total nieder. 

Das Urteil über die Löschanstalten wurde am besten gekennzeichnet durch eine Verfügung des 1. Amtsvorstandes vom 27. Oktober 1842. 1. Bürgermeister Dr. Binder besagt in ihrer Einleitung, dass die Erfahrungen, welche bei genanntem Brand gemacht wurden, beweisen, dass die bis dahin für unfehlbar gehaltene Einrichtung der hiesigen Feuerlösch-Anstalten dieses Zaubers entkleidet ist und lassen nur zu sehr besorgen, dass, wenn nicht windstilles Wetter und die Kraft einer schon gesunkenen Feuermauer die Flammen teils nicht gefördert, eilst ihrem Vordringen Grenzen gesetzt hätte, die Initiative zu einem Brandunglück wie in Hamburg gegeben gewesen wären, denn, wenn es jetzt schon nur notdürftig gelang, die freilich ungeheuren Anstrengungen ausgesetzt gewesenen Feuerlöschkompanien, also den eigentlichen inneren Dienst zusammenzuhalten und wenn ferner nur wenige der gestandenen tausend vom müßigen Zuschauern zu bewegen waren, werktätig mitzuhelfen und also der eigentlich äußere ebenfalls nur mangelhaft versehen wurde, so ist es gewiss, dass im Falle eines gleichzeitigen Ausbruch von Feuern an zwei oder gar mehr von einander entfernten Stellen – (...) sich alle Ordnung auflösen. (...)

Die auf diesen Erlass eingegangene Gutachten und Verbesserungsvorschläge waren so umfangreich, dass es viel zu weit führen würde, näher drauf einzugehen. Es wurde ein Auszug aus sämtlichen Gutachten gemacht und dieser Auszug enthielt nicht weniger als 73 Anregungen, von welchen 19 Mängel und nicht entsprechenden Vollzug der betr. Einrichtungen und 54 Verbesserungsvorschläge betrafen.

Unter anderem wurde verlangt Anschaffung von Längeren Saugrohren, die bis in den Fluss reichen, tüchtigen Saugmaschine einer Floßspritze, einer Dampffeuerspritze, leicht tragbaren Kranen mit Eimern zum Wasserschöpfen von Brücken aus, Errichtung mehrerer Kompagnien Freiwilliger, Bildung einer eigenen Korps von Wasserzuträgern, Erlass eines strengen Verbotes wegen Betrunkenheit der Arbeiter u.s.w.

Durch Regierungsentschließung vom 7. Oktober 1845 wurde die revidierte Feuerlöschordnung bestätigt. Sie war nach den verschiedenen Funktionen in acht Haupt-Abschnitte geteilt.

Weitere Infos zur Krötenmühle siehe

http://www.nuernberginfos.de/muehlen-nuernberg/kroetenmuehle.html

 

Die Verbesserungen und Änderungen sind im allgemeinen Teil des Nürnberger Feuerlöschwesens nachzulesen.

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